Samstag, 28. Juni 2014

P A R I S

Paris ist eine unglaubliche Stadt.
In nur 5 Tagen hat sie mich komplett eingenommen.
Seien es die Straßenzüge gesäumt von wunderschönen alten Stadthäusern, der Eiffel-Turm, die Metro …
Nicht umsonst wurden ganze Romane über die Stadt der Liebe geschrieben.
Diese Stadt hat einfach einen ganz besonderen Charme.




Paris ist wie man weiß nicht nur Stadt der Liebe, sondern auch Stadt der Mode.
Edel-Boutiquen drängen sich rund um die Champs Élysées eng aneinander, und die Modenschauen in Paris sind wohl die bekanntesten überhaupt.
Deshalb war es fast schon obligatorisch, die Dries van Noten Ausstellung in der Abteilung für Mode und Textilien im Musée des Arts Décoratifs anzuschauen.
Ich weiß, ich mache mir Feinde, wenn ich das schreibe, aber dieser Seitenflügel des Louvre war 1000 Mal besser als die Mona Lisa.
Der Hauptteil des berühmten Musée du Louvre war nämlich nichts anderes als überrannt und mehr Touristenfalle als Museum.

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich ein 100%iger Chanel-Anhänger bin.
Kein Wunder also, dass der Besuch der Chanel-Boutique in der Rue de Cambon auf Platz Eins meiner Top-Paris-Erlebnisse steht.



Schon Wochen bevor ich in Richtung Frankreich gefahren bin, hatte ich mir überlegt, was ich mir in dem Laden kaufen würde, der einst der Erste war, den Coco Chanel eröffnet hatte.
Es war schon ein tolles Gefühl, mit einer Tüte – wenn auch einer kleinen – von Chanel durch die Straßen zu schlendern. ;)

Fakt ist, Paris ist schon ein teures Pflaster.
Allerdings habe ich mich davor schon darauf eingestellt, und beschlossen, bei bestimmten Dingen einfach den Preis zu ignorieren.
So auch im Café de Flore und bei Ladurée.
Wer Gossip Girl kennt, kenn auch die bunten kleinen Macarons, die Blair und Serena Tonnenweise zu sich nehmen, wie es scheint. Und diese Leckereien sind natürlich von keiner anderen Konditorei als Ladurée. Man munkelt auch, dass es nirgendwo bessere Macarons gibt, als dort.
Mir war es das jedenfalls wert, schon allein wegen der niedlichen Verpackung.


Das Café de Flore ist vor allem dafür bekannt, schon Gäste wie Sartre und Picasso bewirtet zu haben. Karl Lagerfeld soll ebenfalls zu den Dauergästen des auf den ersten Blick unscheinbaren Eck-Cafés im berühmtberüchtigten Literaten- und Künstlerviertel Saint Germain des Prés des Rive Gauche zählen.
Für mich war klar, dass ich dort zumindest einen Espresso trinken musste.



Ein ganz besonderer Ort, den es sich wirklich einzuschließen lohnt, wenn man eine Städtereise nach Paris plant, ist der Cimetière du Père Lachaise.
Auf dem größten Friedhof der Stadt liegt so manche berühmte Persönlichkeit.
Allerdings sollte man sich Zeit nehmen, denn der Père Lachaise ist nicht nur riesig, sondern auch sehr hügelig, und die Gräber berühmter Persönlichkeiten alles andere als einfach zu finden.
Zumindest, wenn man sich keine Orientierungskarte kaufen will.
Es mag vielleicht seltsam klingen, dass man für einen Friedhof einen 'Stadtplan' benötigt, aber die halb verfallenen Eingänge zu Gruften und die verwinkelten Gassen zwischen den Gräbern erwecken auch eher den Eindruck einer schlafenden Stadt, als den eines gewöhnlichen Friedhofes.




Für einen tollen Ausblick über die Stadt lohnt sich natürlich Sacre Coeur in Montmartre, auch wenn man vorn dort leider den Eiffel-Turm nicht sehen kann.



Wer Wert darauf legt, das markante Profil der Stadt mit Wahrzeichen von oben zu Gesicht zu bekommen, der kommt bei Dämmerung auf der Aussichtsplattform des Tour Montparnasse auf seine Kosten.
Wir haben dort einen wunderschönen pinkfarbenen Sonnenuntergang und den glitzernden Eiffel-Turm um 11 Uhr abends bestaunt.





Montag, 16. Juni 2014

U L T R A V I O L E N C E

(Mehr oder weniger) pünktlich zum Release des zweiten Studioalbums (Zählt man die „Born to die – Paradise Edition“ als 1,5) von Elitzabeth Woolridge Grant, alias Lana Del Rey, kommt hier ein kleines Review.

Da es über lange Zeit ganz so aussah, als hätte Lana gar nicht mehr vor, noch ein weiteres Album zu produzieren, dürfte es viele Fans daher umsomehr begeistert haben, als anfang des Jahres eher zufällig bekanntwurde, dass man bereits an 'Ultraviolence' arbeitete.

Nachdem 'West Coast' bereits einige ziemlich überrascht haben müsste, schlägt 'Ultraviolence" beim Durchören allgemein etwas andere Töne an, als das Debütalbum 'Born To Die".
'West Coast' bot uns schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Stimmung des Albums und die leicht anderen Atmosphäre.
Während auf dem ersten Album die Songs noch klangen, als währen sie fest auf dem Boden in der Realität verankert, könnte man fast meinen mit ihrem zweiten Album hebt Lana Del Rey in etwas höher Spären ab.

Nicht nur die gewohnt rauchige Stimme haucht nun in höheren Tonlagen melancholische Melodien, sondern auch der Sound im allgemeinen ist überraschend oft reduzierter (im Vergleich zu 'Born To Die')
'West Coast', 'Brooklyn Baby' oder auch der Opener 'Cruel World' beginnen mit puren Gitarrenklängen, und die elektronischen Effekte halten sich dezenter im Hintergrund.

Man könnte fast sagen, 'Ultraviolence' ist - anders, als der Titel vielleicht vermuten lässt - weniger agressiv als 'Born To Die'.
L.A. versus NYC.
Sanftere Klänge, und Effekte wie aus Opas Grammophon, ein Hauch vom Hollywood der Marilyn-Monroe-Era ... - sie singt wohl nicht umsonst von der Westcoast.

Was jedoch auf jeden Fall komplett 'erhalten bleibt', ist der Glamour.
Titel wie 'Old Money' erzählen von einer Welt der Reichen und Schönen.
'Money Power Glory' erklärt sich wohl von selbst.

Wer die zahlreichen Leak-Songs, die unbeabsichtigt an die Öffentlichkeit sickerten, bevor sie offiziell veröffentlicht werden konnten, und nun schon seit einiger Zeit in stetigem Fluss auf YouTube gepostet werden, mitverfolgt hatt, könnte außerdem vermuten, dass eine große Portion der Acoustic-Songs, die Lizzy Grant unter einem weiteren Pseudonym, May Jailer, produziert hat, in dieses Album mit eingeflossen ist.

Überhaupt liegen in den Tiefen des Internets so einige Lana-Del-Rey-Schätze vergraben, die trotz des immer gleichen Basis-Stils eine überraschende Klangvielfalst aufweisen.
Und ganz nebenbei bemerkt, stöbern lohnt sich!

Ich mir gut vorstellen, dass sich die Geister einiger LDR-Fans bezüglich 'Ultraviolence' wohl nicht ganz einig werden.
Sieht man mal von der ein oder anderen Tonfolge, den brillianten Texten, und der unverkennbaren Stimme, die Lanas Stil sicherlich mit ausmachen, ab, zeigt die selbst ernannte Ms 'Gangster Nancy Sinatra' auf dieser Platte scheinbar ihr zweites gesicht.
Ich persönlich finde auch dieses Album sehr gelungen, aber welche der vielen Seiten der Lana Del Rey tatsächlich die Schokoladenseite ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Anspieltipps:
Ultraviolence, West Coast, Old Money, Florida Kilos




Sonntag, 8. Juni 2014

F U T U R E

Es hat zwar etwas gedauert, aber allmählich sickert die Erkenntnis nun auch zu mir durch.
Ich bin frei.
Keine Schule mehr, keine Vorgaben, zum ersten Mal in meinem Leben stehe ich vor 100%ig eigenen Entscheidungen.
Was ich jetzt tue, bestimmt mein Leben. Das richtige Leben.


Gut, den ersten Schritt in dieses Leben habe ich genau genommen schon vor einem halben Jahr gemacht, als ich mich für eine Lehrstelle beworben habe, und angenommen wurde.
Trotzdem scheint es erst jetzt wirklich real zu werden.

In der Schule war man immer eine Person, eingebaut mit festem Platz in das große Ganze.
Und obwohl ich mich jahrelang darüber aufgeregt habe, dass Menschen, die ich nach dem Abitur nie wieder sehen muss, wenn ich nicht will, mich definieren, ist es doch auch ein Bisschen angsteinflösend, dass ich mich jetzt so zu sagen neu erfinden muss.


So lange, jeden Tag dasselbe, die selben Leute, die selben Räume, und jetzt?
War es gut, oder schlecht?

Vielleicht ist das gar nicht die Frage. Irgendwas gelernt haben wir auf jeden Fall, und wenn es nicht war, wie man Integrale Berechnet, oder Gedichte interpretiert, oder sonst irgendwas, dann haben wir an unseren Fehlern gelernt und sind in diesen Jahren zu den Personen geworden, die wir jetzt sind.  

Noch vor wenigen Jahren war ich mich fast sicher, dass mich mein Weg irgendwann einmal in den Bürostuhl eines Architekten führen würde, und jetzt werde ich Maßschneiderin, und plane an meiner Zukunft als Designerin ...
Aber vielleicht liegt all das auch gar nicht so weit auseinander.
Blair Waldorfs weise Worte könnten wahrer nicht sein:

"Fashion is the most powerful art there is. It's movement, design and architecture all in one. It shows the world who we are and who we'd like to be." 


Es ist wirklich schwer geworden, sich heute bis ganz nach oben zu kämpfen.
Man muss gut sein, man muss alles geben, und man muss viel dafür aufgeben.
So heißt es zumindest.

Aber ist nicht das, was wirklichich zählt, dass wir tun, was wir tun wollen?
Dass wir unsere Talente leben, und jeden Tag gerne zur Arbeit gehen. 
Dass wir uns scheinbar für den Job aufopfern, weil er unser Leben ist, und weil wir uns ausleben können, in dem, was wir tun?
Vielleicht ist das naiv und blauäugig, aber ich bin überzeugt, dass man alles schaffen kann, wenn man es wirklich will, und das Scheitern eine natürliche Begleiterscheinung auf diesem Weg ist.
Das Zauberelixier heißt: aufstehen und weitermachen.
Und die Quintessenz ist der Glaube an sich selbst, und eine hohe Messlatte.
Nicht den Träumen nachtrauern, sondern sie real machen.
Träume sind dazu da, unsere Wünsche einzufangen, und sie zu einem Bauplan zu perfektionieren.
Und ein Bauplan ist nichts, wenn er nur auf dem Papier ist. Er ist nur vorübergehend, und will befolgt werden.

Träume sind das perpetuum mobile des kreativen Schaffens.
Wenn du es träumen kannst, kannst du es auch tun.




Dienstag, 3. Juni 2014

J U N E


 1. Home - Daughter

 2. Wicked Games - Parra For Cuva

 3. In My Dreams - Scanners

 4. Bonnie And Clyde - Lulu Gainsbourg & Scarlett Johansson

 5. Glory - Wye Oak

 6. Give Me Love - Ed Sheeran

 7. Busy Hands - Minaars

 8. Love Runs Out - One Republic

 9. Fever - The Black Keys

10. Just Breathe - Pearl Jam