Sonntag, 8. Juni 2014

F U T U R E

Es hat zwar etwas gedauert, aber allmählich sickert die Erkenntnis nun auch zu mir durch.
Ich bin frei.
Keine Schule mehr, keine Vorgaben, zum ersten Mal in meinem Leben stehe ich vor 100%ig eigenen Entscheidungen.
Was ich jetzt tue, bestimmt mein Leben. Das richtige Leben.


Gut, den ersten Schritt in dieses Leben habe ich genau genommen schon vor einem halben Jahr gemacht, als ich mich für eine Lehrstelle beworben habe, und angenommen wurde.
Trotzdem scheint es erst jetzt wirklich real zu werden.

In der Schule war man immer eine Person, eingebaut mit festem Platz in das große Ganze.
Und obwohl ich mich jahrelang darüber aufgeregt habe, dass Menschen, die ich nach dem Abitur nie wieder sehen muss, wenn ich nicht will, mich definieren, ist es doch auch ein Bisschen angsteinflösend, dass ich mich jetzt so zu sagen neu erfinden muss.


So lange, jeden Tag dasselbe, die selben Leute, die selben Räume, und jetzt?
War es gut, oder schlecht?

Vielleicht ist das gar nicht die Frage. Irgendwas gelernt haben wir auf jeden Fall, und wenn es nicht war, wie man Integrale Berechnet, oder Gedichte interpretiert, oder sonst irgendwas, dann haben wir an unseren Fehlern gelernt und sind in diesen Jahren zu den Personen geworden, die wir jetzt sind.  

Noch vor wenigen Jahren war ich mich fast sicher, dass mich mein Weg irgendwann einmal in den Bürostuhl eines Architekten führen würde, und jetzt werde ich Maßschneiderin, und plane an meiner Zukunft als Designerin ...
Aber vielleicht liegt all das auch gar nicht so weit auseinander.
Blair Waldorfs weise Worte könnten wahrer nicht sein:

"Fashion is the most powerful art there is. It's movement, design and architecture all in one. It shows the world who we are and who we'd like to be." 


Es ist wirklich schwer geworden, sich heute bis ganz nach oben zu kämpfen.
Man muss gut sein, man muss alles geben, und man muss viel dafür aufgeben.
So heißt es zumindest.

Aber ist nicht das, was wirklichich zählt, dass wir tun, was wir tun wollen?
Dass wir unsere Talente leben, und jeden Tag gerne zur Arbeit gehen. 
Dass wir uns scheinbar für den Job aufopfern, weil er unser Leben ist, und weil wir uns ausleben können, in dem, was wir tun?
Vielleicht ist das naiv und blauäugig, aber ich bin überzeugt, dass man alles schaffen kann, wenn man es wirklich will, und das Scheitern eine natürliche Begleiterscheinung auf diesem Weg ist.
Das Zauberelixier heißt: aufstehen und weitermachen.
Und die Quintessenz ist der Glaube an sich selbst, und eine hohe Messlatte.
Nicht den Träumen nachtrauern, sondern sie real machen.
Träume sind dazu da, unsere Wünsche einzufangen, und sie zu einem Bauplan zu perfektionieren.
Und ein Bauplan ist nichts, wenn er nur auf dem Papier ist. Er ist nur vorübergehend, und will befolgt werden.

Träume sind das perpetuum mobile des kreativen Schaffens.
Wenn du es träumen kannst, kannst du es auch tun.




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